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PFAS in Meeresfrüchten: Welche Folgen hat das für unsere Gesundheit?

Meeresfrüchte wie Muscheln, Austern und Garnelen werden oft für ihren köstlichen Geschmack und ihren hohen Nährwert gelobt. Sie enthalten viel

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Meeresfrüchte wie Muscheln, Austern und Garnelen werden oft für ihren köstlichen Geschmack und ihren hohen Nährwert gelobt. Sie enthalten viel Eiweiß, gesunde Fette und wichtige Mineralstoffe. Doch ihr guter Ruf wird leider getrübt: Diese Delikatessen werden zunehmend mit einer Belastung durch PFAS in Verbindung gebracht – chemischen Stoffen, die für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bedenklich sind. Wie gelangen diese Stoffe in Meeresfrüchte und was bedeutet das für unsere Gesundheit? Wenn du zunächst verstehen möchtest, was PFAS sind und warum sie so langlebig sind, findest du dort die wichtigsten Grundlagen.

Was sind PFAS und warum sind sie bedenklich?

PFAS oder per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die in zahlreichen Alltagsprodukten verwendet werden – von Antihaftpfannen über wasserabweisende Jacken bis hin zu Lebensmittelverpackungen. Ihre Fähigkeit, Wasser, Fett und Schmutz abzuweisen, macht sie praktisch, aber auch problematisch. Sie werden in der Umwelt nur sehr schwer abgebaut und können sich in Boden, Wasser und lebenden Organismen anreichern. Diese Persistenz stellt eine wachsende ökologische und gesundheitliche Herausforderung dar.

Wie gelangen PFAS in Muscheln, Austern und Garnelen?

Aufnahme über das Wasser

Meeresfrüchte wie Muscheln und Austern sind Filtrierer: Sie ernähren sich, indem sie Wasser filtern, wodurch sie besonders anfällig für darin enthaltene Stoffe – darunter PFAS – sind. Auch Garnelen nehmen PFAS über das Wasser, in dem sie leben, oder über ihre Nahrung auf. Ähnlich wie bei anderen Lebensmitteln kann auch die Qualität des Wassers entscheidend sein. Einen ausführlicheren Überblick über PFAS im Trinkwasser und mögliche Belastungswege findest du in unserem entsprechenden Artikel.

Belastete Sedimente

Viele dieser Meeresfrüchte leben auf oder unmittelbar über dem Meeresboden, wo sich PFAS in den Sedimenten anreichern – insbesondere in der Nähe von städtischen oder industriell geprägten Gebieten. Indem sich die Tiere von organischem Material aus diesen Sedimenten ernähren, können sie diese chemischen Stoffe direkt aufnehmen.

Bioakkumulation in der Nahrungskette

PFAS zirkulieren nicht nur in Wasser und Boden, sondern gelangen auch über die Nahrungskette weiter. Kleine Organismen wie Plankton können belastet sein und anschließend von größeren Tieren wie Garnelen, Muscheln oder Austern gefressen werden. Je höher man in der Nahrungskette kommt, desto stärker kann die Konzentration bestimmter PFAS zunehmen – ein Prozess, der als Bioakkumulation bezeichnet wird.

Industrielle Verschmutzung und Einleitungen

Eine weitere Quelle sind Verschmutzungen durch industrielle oder militärische Einleitungen. Chemische Produktion, Abfallverbrennung und der Einsatz PFAS-haltiger Feuerlöschschäume können die umliegenden Gewässer erheblich belasten. Meeresfrüchte aus der Nähe solcher Quellen haben ein höheres Risiko, kontaminiert zu sein.

Welche gesundheitlichen Risiken sind mit PFAS in Meeresfrüchten verbunden?

Menschen, die regelmäßig belastete Meeresfrüchte essen, können diese Stoffe aufnehmen. PFAS werden nur sehr langsam aus dem Körper ausgeschieden, wodurch sie sich im Organismus anreichern können. Studien bringen eine langfristige PFAS-Belastung mit erhöhten Cholesterinwerten, hormonellen Veränderungen, einer geschwächten Immunabwehr, Fruchtbarkeitsproblemen und einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebsarten in Verbindung. Obwohl noch nicht alle Risiken vollständig verstanden sind, geben diese bisherigen Erkenntnisse Anlass zur Vorsicht.

Wie kann man die Belastung reduzieren?

PFAS vollständig zu vermeiden, ist schwierig, aber du kannst die Risiken reduzieren. Wähle Meeresfrüchte aus Gebieten, in denen die Wasserqualität streng kontrolliert wird, und vermeide Produkte aus Regionen, die für ihre Verschmutzung bekannt sind. Informiere dich beim Fischhändler oder im Supermarkt über die Herkunft der Produkte und bevorzuge Anbieter, die transparent über die Herkunft informieren. Außerdem empfiehlt es sich, aktuelle Studien und Empfehlungen der belgischen Lebensmittelbehörden zu verfolgen.

Wenn du deine Küche ebenfalls möglichst PFAS-bewusst ausstatten möchtest, findest du in unserem Ratgeber zu Heißluftfritteusen ohne PFAS / ohne Teflon konkrete Geräte, bei denen die Lebensmittelkontaktflächen besonders genau betrachtet werden. Auch unser Ratgeber zu Pfannen ohne PFAS / ohne Teflon zeigt dir Alternativen wie Edelstahl und Gusseisen.

Muscheln, Austern und Garnelen bleiben wertvolle Lebensmittel, doch ihre mögliche Belastung mit PFAS sollte berücksichtigt werden. Durch bewusste Entscheidungen und einen Blick auf die Herkunft kannst du deine Belastung durch diese „Ewigkeitschemikalien“ reduzieren. Genieße die Vielfalt des Meeres – aber mit einem wachsamen Blick auf Qualität und Sicherheit.

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